RÜCKBLICK 1. sCHWEIZERISCHES UK-SYMPOSIUM
Am 25. September 2009 fand das erste Schweizer UK-Symposium statt. Namen wie Dr. Caroline Musselwhite, Dr. Phil. Dorothea Lage, Silvia Ziswiler und Simone Schori lockten über 200 Fachleute und Interessierte nach Cham. Ivan Zavagni, Mitgründer von Active Communication, hiess die zahlreichen Teilnehmer und Gäste aus aller Welt mit viel Witz und Charme willkommen und eröffnete den mit Spannung erwarteten Tag. Ganz im Zeichen von Unterstützter Kommunikation – Gestern, heute und Morgen warf er als erstes einen Blick nach hinten und erzählte von seinen eigenen Erfahrungen mit UK. Denn zu Beginn von Active Communication stellten Ivan Zavagni und Fiore Capone Geräte selbst her und entwickelten immer neue Ideen, wobei auch erste Ansätze zu dynamischen Geräten zum Vorschein kamen. Im Laufe der Zeit hörten Sie auf, eigene Geräte herzustellen, damit Sie sich vollumfänglich der Beratung widmen konnten. Ihre Ideen und Anregungen für neue Geräte gaben Sie jedoch künftig an Hersteller weiter, so dass eine sehr gute und intensive Zusammenarbeit mit verschiedensten Herstellern entstand.
Um wieder auf das Gestern, Heute und Morgen von UK zurückzukehren rief Ivan Zavagni in Erinnerung, dass sich die UK vor über 10 Jahren besonders mit der Frage:„Wie bringe ich das Ding zum laufen?“ beschäftigte. Damals wurden Geräte vorwiegend von Menschen eingesetzt, die von Technik begeistert waren und viel Herzblut und Know-how in solche Projekte einfliessen liessen. Es waren gerade diese Menschen, die viel dazu beigetragen haben die Technik im UK-Bereich immer benutzerfreundlicher und stabiler zu gestalten. Nach dieser Anfangsphase verlagerte sich die Fragestellung rasch hin zu: „Das Gerät läuft, und jetzt?“. Zu dieser Zeit ist man von rein technischen Problemen weggekommen und die Fragestellungen wurden immer mehr in Richtung Anwendung und Agogik geleitet. Dieser Effekt manifestierte sich auch in der Entwicklung von Active Communication. Zu den anfänglich zwei Technikern wurden fast ausschliesslich nur noch Berater mit pädagogischem und therapeutischem Hintergrund eingestellt. Durch die enorme Verbreitung von Wissen und Erfahrung im Umgang mit UK wurde in den letzten Jahren dann diese Frage nach „und jetzt?“ klarer. Gegenwärtig bereitet die Frage: „Wie setzte ich das Gerät nun am besten ein“ die meisten Schwierigkeiten. Active Communication hat auf diese Entwicklung reagiert und das Ideenabonnement aimactivities von aimline erstellt (Mehr Infos unter www.aimline.ch oder www.aimline.de).
Unterstützte Kommunikation – Gestern und Heute
Die Workshopunterlagen können Sie gerne unter der Rubrik Workshops herunterladen. Auch Unterlagen der Key Note-Speakers Dr. Phil. Dorothea Lage und Dr. Caroline Musselwhite sind unter Referenten aufgeschaltet. Wichtige Erkenntnisse, die aus diesem Symposium hervorgegangen sind und die bei allen Teilnehmern nachwirken werden, sind:
- - dass die Vernetzung untereinander ( Bei Benutzern und bei UK Fachpersonen
- und Eltern) enorm wichtig ist. Gemeinsam ist man schneller und effizienter
und muss das Rad nicht immer neu erfinden. Oder die gleichen Fehler
machen wenn man von den Erfahrungen anderer profitieren kann.
- - dass man nicht nur auf eine Form der UK zurückgreift sondern multimodal alle
- Möglichkeiten nutzt, um ein Optimum an Kommunikationsfähigkeit zu erlagen.
- Gebärden, Symbole, Schrift und Geräte werden parallel eingesetzt.
- - dass man Erwartungen an die Benutzer von UK haben und dies zeigen soll. Jeder soll gefordert und gefördert werden.
- - dass Institutionen verbindliche Standards definieren sollen, damit alle UK praktizieren und fördern!
Das erste Schweizer UK-Symposium wird durch Romeo Wüest, Michael Vidale und Lars Thier beendet, Sie sind drei UK-Benutzer, die den Symposiums-Teilnehmern ihre Zukunftsvisionen und Wünsche mit auf den Heimweg geben. Obwohl die Stimmen der Kommunikationsgeräte, welche die drei benutzen, deren Gefühle ganz nüchtern widergeben, konnte man die Emotionen in jeder Sitzreihe spüren. Die drei Benutzer haben klare Visionen und Vorstellungen, wie Ihre Zukunft aussehen soll und was sie dank der Geräte alles erreichen möchten.

