INTERVIEW

Interview mit Dr. Caroline Musselwhite

Wie war ihr Eindruck vom UK-Symposium?
Das Angebot an Workshops war spannend und auch gut aufgeteilt, so dass es keine Probleme machte, wenn man 5 Minuten später zum Ende kam. Auf diese Weise kamen interessante Gespräche zu Stande. Alle Besucher schienen sehr zufrieden und erfreut. Ich denke auch, dass es sehr beeindruckend ist 200 Teilnehmer zu haben in dieser schwierigeren Zeit, auch da dies das erste UK-Symposium in der Schweiz war. Ich war sehr beeindruckt.
 
Referentin Dr. Caroline MusselwhiteWie war Ihr Eindruck von den Besuchern?
Ich sah, dass die Leute äusserst offen und erfreut scheinen und neue Sachen probieren. Und es scheint eine gute Zeit für UK zu sein in der Schweiz. Ich spürte eine tolle Resonanz und grosses Interesse. Es scheint, dass die Besucher High-Tech und Light-Tech beidermassen schätzen und ihnen wieder einmal bewusst wurde, dass beides wichtig ist. Es gibt viele Leute welche die Meinung vertreten“ es gibt nur Technologie“. Und dann jene, die meinen“ oh nein, High-Tech ist viel zu schwer“. Aber ich denke heute ist es soweit, dass Technologie als etwas Grossartiges angesehen wird und dass auch die einfachsten Geräte sehr effizient sind. Einfachste wie auch komplexe Geräte öffnen Türen und sind in einigen Situationen dem anderen Gerät vorzuziehen. Ich fühlte richtig, dass die Besucher dies verstanden haben und dass war toll!
 
Wenn Sie mit Amerika vergleichen, wie ist der Status hier mit der UK?
Das ist schwer zu beantworten und schwer zu wissen, weil ich nicht in Schulen war oder gesehen habe wie Geräte an Schulen eingesetzt werde oder wie mit Benutzern gearbeitet wird. Ich kann also nicht gut vergleichen. Aber ich weiss, dass das Interesse sehr hoch ist. Die Besucher waren begierig nach neuem Wissen und möchten Neues lernen.
 
Gab es für Sie Überraschungen an dem Symposium? Oder etwas, das sehr besonders war für Sie?
Eine Überraschung war, dass die Menschen sehr offen und engagiert waren. Denn im Vorfeld wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht gekränkt sein darf, wenn die Teilnehmer der Workshops nur nicken oder keine Fragen stellen und keine Kommentare abgeben, doch das Gegenteil war der Fall! Bei den Aktivitäten gaben sich alle Teilnehmer grosse Mühe sich in die Lage hineinzuversetzen, stellten interessante Fragen und teilten wertvolle Kommentare mit andern Teilnehmern. Ich bekam sehr viele spannende Fragen gestellt, welche alle viel Interesse der Teilnehmer und einen guten Wissensstand bezeugten. Die Teilnehmer hatten meiner Meinung nach ein sehr gutes Hintergrundwissen zum Thema UK. Weiter hat mir der Film „UK goes Hollywood“ äusserst gefallen. Da die Einleitung jeder Szene mit den Boardmakersymbolen gezeigt wurde, konnte auch ich als Nicht-Deutsch-Sprechende den Film verstehen. Das zeigt genau die Ansätze, welche ich während des Symposiums den Teilnehmern vermittelte. Mit einfachen Dingen, kurzen Sätzen sich verständigen und dies mit visueller Unterstützung. Es spielt genau auf die visuelle Strategie an, über welche ich bei meiner Eröffnungsrede gesprochen habe. Einfach grossartig! Es zeigte nochmals: Visuelle Unterstützung ist für jedermann, denn wenn jemanden nicht gut hört oder sieht oder wie ich nicht Deutsch versteht, kann er dank den Bildern, welche die Szene einführen, alles verstehen. Dies ist auch eine andere UK-Ansicht, dass wir verstehen, was die Menschen sagen möchten, wenn wir den Kontext kennen. Der Film war eine schöne Zusammenfassung des gesamten Tages und ein berührender Abschluss.
 
Können Sie sich vorstellen, nächstes Jahr wieder zu kommen?
Oh, ja unbedingt! Sehr gerne. Es war so toll und ich möchte sehr gerne auch nächstes Jahr dabei sein.